Jenseits der Grenzen – das war Titel und Motto unserer internationalen Jugendbegegnung zur Europawahl 2019. Vom 8. bis zum 21. Mai segelten wir mit der „Lovis“ über die Ostsee. An Bord: 28 junge Menschen aus Deutschland (MV), Polen, Rumänien und der Slowakei, die hungrig waren nach Abenteuern und gesellschaftspolitischen Diskussionen. In den Hafenstädten Malmö, Szczecin und Rostock veranstalteten wir öffentliche Filmvorführungen, Ausstellungen und Diskussionsrunden mit jungen und älteren Menschen aus Zivilgesellschaft und Politik – immer mit Blick auf die anstehende Europawahl, immer auch aus Jugendsicht.
Themen wie Klimawandel, Menschenrechte und Europäische Identität standen dabei im Vordergrund. Während unserer Reise überquerten wir drei Mal fast unbemerkt die Ländergrenzen zwischen Deutschland, Schweden und Polen. Sichtbar wurden diese Grenzen nur dann, wenn ein Crewmitglied scheinbar mitten auf dem Meer die Flagge des Gastlandes hisste. Oder wenn wir in einem neuen Hafen eine andere Sprache
hörten und mit – für einige von uns – fremdem Geld bezahlen mussten. Mit Leichtigkeit und Unbekümmertheit bewegten wir uns auf dem Wasser, ohne darüber nachzudenken, wo wir her kamen und wo wir hin wollten. Das Privileg dieser Bewegungsfreiheit tauchte in den Diskussionen zu Menschenrechten immer wieder auf – auch deshalb, weil einer unserer Teilnehmenden aufgrund seines unsicheren Aufenthaltsstatus keine Reisegenehmigung von den deutschen Behörden erhielt und in Greifswald bleiben musste. So wurde die Frage nach einer europäischen Identität auch eine nach nationalen Zuordnungen, Ein- und Ausschlüssen.
Veranstalter: | Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern |
Detaillierte Informationen über das Projekt finden Sie hier: